Tarotkarten
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Große Arkana
22 archetypische Lebensbilder
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Kleine Arkana
Alltag, Gefühle, Gedanken, Materie
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Legesysteme
Von Tageskarte bis Keltisches Kreuz
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Was ist Tarot?
Tarot ist eines der bekanntesten Systeme des spirituellen Kartenlegens. Ein klassisches Tarotdeck besteht aus 78 Karten, die durch Bilder, Zahlen, Farben, Symbole und Figuren eine vielschichtige Sprache bilden. Die Karten werden nicht nur einzeln betrachtet, sondern im Zusammenhang mit einer Frage, einer Situation und einem Legesystem gedeutet.
Viele Menschen nutzen Tarot, wenn sie Orientierung in Herzensfragen, beruflichen Entscheidungen, familiären Situationen oder persönlichen Entwicklungsprozessen suchen. Tarot kann helfen, innere Muster zu erkennen, unbewusste Gefühle sichtbar zu machen und eine Situation aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Es geht dabei nicht um starre Vorhersagen, sondern um Tendenzen, Möglichkeiten und Impulse.
Tarot ist eine besondere Form des Kartenlegens. Während auch Lenormandkarten, Kipperkarten, Orakelkarten oder Skatkarten genutzt werden können, besitzt Tarot eine besonders ausgeprägte archetypische und symbolische Tiefe.
Die Geschichte des Tarot
Die Geschichte des Tarot beginnt nicht als Wahrsagesystem, sondern als Kartenspiel. Frühe tarotähnliche Karten tauchten im 15. Jahrhundert in Norditalien auf. Sie wurden in adeligen Kreisen gespielt und kunstvoll gestaltet. Berühmt sind etwa die Visconti-Sforza-Karten, die zu den ältesten erhaltenen Tarotkarten zählen. Diese frühen Decks waren reich illustriert und spiegelten die Bildwelt, Werte und gesellschaftlichen Vorstellungen ihrer Zeit wider.
Im Laufe der Jahrhunderte verbreiteten sich Tarotkarten in Europa. Besonders prägend wurde später das sogenannte Tarot de Marseille, dessen klare Bildsprache viele moderne Tarotdecks beeinflusste. Zunächst blieb Tarot jedoch vor allem ein Spiel. Die spirituelle und esoterische Deutung entwickelte sich erst später stärker heraus.
Im 18. Jahrhundert begannen Autoren wie Antoine Court de Gébelin, Tarot mit alten Weisheitstraditionen, Symbolik und verborgenen Lehren in Verbindung zu bringen. Auch wenn manche historische Deutungen heute kritisch betrachtet werden, prägten sie die esoterische Tarot-Tradition nachhaltig. Im 19. Jahrhundert verbanden Okkultisten wie Éliphas Lévi Tarot mit Kabbala, Astrologie, Magie und spiritueller Symbolsprache.
Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts spielte der Hermetic Order of the Golden Dawn eine wichtige Rolle. Aus diesem Umfeld entstanden Tarot-Systeme, die bis heute bekannt sind. Besonders einflussreich wurde das Rider-Waite-Smith-Tarot von 1909, gestaltet von Pamela Colman Smith unter Anleitung von Arthur Edward Waite. Es ist bis heute eines der beliebtesten Decks, weil auch die Zahlenkarten der Kleinen Arkana szenisch bebildert sind.
Ein weiterer wichtiger Zweig ist das Thoth-Tarot von Aleister Crowley und Frieda Harris. Es arbeitet mit einer intensiven esoterischen, astrologischen und kabbalistischen Symbolik. Heute gibt es zahlreiche Tarotdecks: klassisch, modern, psychologisch, spirituell, künstlerisch oder thematisch. Trotz großer Vielfalt bleibt der Grundaufbau mit 78 Karten bei den meisten Decks erhalten.
Wie funktioniert Tarot?
Eine Tarotlegung beginnt meist mit einer Frage. Diese Frage kann sehr konkret sein, etwa: „Wie entwickelt sich meine berufliche Situation?“ oder „Welche Dynamik zeigt sich in dieser Beziehung?“ Sie kann aber auch offener formuliert werden: „Was darf ich über diese Situation erkennen?“ Offene Fragen sind oft hilfreicher, weil sie Raum für Entwicklung, Einsicht und Eigenverantwortung lassen.
Nach der Frage wird ein Legesystem gewählt. Das Legesystem bestimmt, welche Bedeutung die einzelnen Positionen haben. Eine Karte kann zum Beispiel für die aktuelle Situation stehen, eine andere für die Herausforderung, eine dritte für einen Rat. Dadurch entsteht ein Deutungsrahmen, der die Karten miteinander verbindet.
Die Bedeutung einer Tarotkarte ergibt sich aus mehreren Ebenen: dem klassischen Kartenbild, der Position im Legesystem, der Frage, den umliegenden Karten und der intuitiven Wahrnehmung des Beraters. Deshalb kann dieselbe Karte in unterschiedlichen Legungen verschiedene Schwerpunkte haben. Der Turm kann beispielsweise einen schmerzhaften Umbruch, aber auch eine notwendige Befreiung anzeigen. Die Liebenden können für Beziehung stehen, aber auch für eine wichtige Herzensentscheidung.
Viele Tarotdeuter sprechen von Synchronizität: Die gezogenen Karten werden als sinnvoller Spiegel des Augenblicks verstanden. Tarot muss daher nicht als mechanische Zukunftsmaschine gesehen werden. Es ist vielmehr ein symbolisches Werkzeug, das innere und äußere Zusammenhänge sichtbar machen kann.
Der Aufbau eines Tarotdecks
Ein klassisches Tarotdeck besteht aus 78 Karten. Diese gliedern sich in zwei Hauptbereiche: die Große Arkana mit 22 Karten und die Kleine Arkana mit 56 Karten. Beide Bereiche ergänzen sich. Die Große Arkana zeigt große seelische Themen und Wendepunkte, während die Kleine Arkana stärker Alltag, Gefühle, Gedanken, Handlungen und materielle Fragen beschreibt.
Große Arkana: die großen Lebensthemen
Die Große Arkana wird oft als Reise der Seele verstanden. Sie beginnt mit dem Narren, der offen und unwissend in die Welt tritt, und endet mit der Welt, die Vollendung, Ganzheit und Abschluss symbolisiert. Dazwischen liegen Erfahrungen wie Liebe, Prüfung, Rückzug, Krise, Heilung, Hoffnung und Erwachen.
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Der Narr
Neubeginn, Vertrauen, Spontaneität, Offenheit und der Mut, einen unbekannten Weg zu betreten.
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Der Magier
Willenskraft, bewusste Gestaltung, Kommunikation und die Fähigkeit, vorhandene Möglichkeiten zu nutzen.
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Die Hohepriesterin
Intuition, inneres Wissen, Geheimnisse, Rückzug und das Hören auf die eigene Seele.
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Die Herrscherin
Fülle, Weiblichkeit, Wachstum, Kreativität, Fürsorge und schöpferische Lebenskraft.
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Der Herrscher
Struktur, Ordnung, Verantwortung, Grenzen, Autorität und stabile Entscheidungen.
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Der Hierophant
Tradition, Werte, Lehre, spirituelle Ordnung, Vertrauen und Orientierung durch Erfahrung.
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Die Liebenden
Liebe, Verbindung, Herzensentscheidung, Wahl, Anziehung und das Zusammenspiel zweier Kräfte.
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Der Wagen
Aufbruch, Zielstrebigkeit, Selbstkontrolle, Erfolg durch Fokus und der Wunsch, voranzukommen.
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Die Kraft
Mut, Sanftheit, innere Stärke, Geduld und der bewusste Umgang mit Leidenschaft und Instinkt.
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Der Eremit
Rückzug, Erkenntnis, Selbstprüfung, Weisheit und die Suche nach innerer Wahrheit.
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Das Rad des Schicksals
Wendepunkt, Zyklus, Veränderung, Timing und das Annehmen größerer Lebensbewegungen.
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Die Gerechtigkeit
Ausgleich, Wahrheit, Verantwortung, Konsequenz, Fairness und klare Entscheidungen.
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Der Gehängte
Perspektivwechsel, Stillstand, Loslassen, Hingabe und Erkenntnis durch einen anderen Blickwinkel.
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Der Tod
Transformation, Ende einer Phase, Loslösung, Neubeginn und tiefgreifender Wandel.
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Die Mäßigkeit
Heilung, Balance, Geduld, Integration und das Finden des richtigen Maßes.
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Der Teufel
Abhängigkeit, Versuchung, Bindung, Schatten, Machtmuster und die Einladung zur Befreiung.
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Der Turm
Umbruch, plötzliche Erkenntnis, Zusammenbruch alter Strukturen und Befreiung von Illusionen.
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Der Stern
Hoffnung, Vertrauen, Inspiration, Heilung, spirituelle Führung und ein neuer Blick nach vorn.
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Der Mond
Unbewusstes, Träume, Unsicherheit, Illusion, Angst und die Welt der inneren Bilder.
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Die Sonne
Lebensfreude, Klarheit, Erfolg, Wärme, Selbstvertrauen und positive Entfaltung.
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Das Gericht
Erwachen, Ruf der Seele, Vergebung, Neubewertung und ein wichtiger Entwicklungsschritt.
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Die Welt
Vollendung, Ankommen, Ganzheit, Erfolg und das Abschließen eines großen Zyklus.
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Die Kleine Arkana: Alltag, Gefühle und konkrete Situationen
Die Kleine Arkana besteht aus 56 Karten. Sie ist in vier Farben unterteilt, die in modernen Decks meist Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen heißen. Jede Farbe umfasst zehn Zahlenkarten und vier Hofkarten. Während die Große Arkana große Grundthemen zeigt, bringt die Kleine Arkana die Deutung näher an den Alltag.
Stäbe
Die Stäbe werden häufig dem Element Feuer zugeordnet. Sie stehen für Wille, Energie, Leidenschaft, Kreativität, Unternehmungslust und Tatkraft. In beruflichen Fragen können Stäbe auf Motivation, Projekte, Selbstständigkeit, Wachstum oder Konkurrenz hinweisen. In der Liebe zeigen sie oft Anziehung, Leidenschaft und Dynamik.
Kelche
Die Kelche werden meist mit dem Element Wasser verbunden. Sie stehen für Gefühle, Liebe, Nähe, Mitgefühl, Sehnsucht, Heilung und seelische Bedürfnisse. In Liebesfragen sind Kelchkarten besonders bedeutsam, weil sie emotionale Tiefe, Bindung, Romantik oder Enttäuschung anzeigen können.
Schwerter
Die Schwerter entsprechen häufig dem Element Luft. Sie zeigen Gedanken, Kommunikation, Wahrheit, Konflikte, Entscheidungen und mentale Klarheit. Schwerter können herausfordernd wirken, weil sie oft Themen wie Zweifel, Streit, Trennung oder innere Unruhe berühren. Gleichzeitig bringen sie die Chance, ehrlich hinzusehen.
Münzen
Die Münzen stehen für das Element Erde. Sie verbinden sich mit Körper, Arbeit, Geld, Sicherheit, Alltag, Stabilität und greifbaren Ergebnissen. In beruflichen und finanziellen Fragen sind Münzen besonders wichtig. Sie können auch anzeigen, ob eine Beziehung praktische Stabilität und Verlässlichkeit hat.
Zahlenkarten und Hofkarten
Die Zahlenkarten von Ass bis Zehn zeigen Entwicklungen innerhalb einer Farbe. Das Ass trägt den Keim einer neuen Energie, die Zwei beschreibt oft Wahl oder Begegnung, die Drei Wachstum oder Ausdruck, die Vier Stabilität, die Fünf Spannung, die Sechs Ausgleich, die Sieben Prüfung, die Acht Bewegung, die Neun Reife und die Zehn Abschluss oder Verdichtung.
Die Hofkarten Bube, Ritter, Königin und König können Personen darstellen, aber auch innere Anteile. Der Bube wirkt oft neugierig, lernend und offen. Der Ritter bringt Bewegung und Tatkraft. Die Königin zeigt reife, empfangende und intuitive Qualität. Der König steht für bewusste Führung, Verantwortung und äußere Umsetzung.
Wichtige Tarot-Legesysteme
Ein Legesystem gibt einer Tarotlegung Struktur. Es bestimmt, welche Position welche Bedeutung hat. Dadurch wird aus einzelnen Karten ein zusammenhängendes Bild. Für kurze Impulse reicht eine Tageskarte. Für komplexe Themen eignen sich größere Legesysteme wie das Keltische Kreuz.
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Tageskarte
Eine Karte als Tagesimpuls. Sie eignet sich für Stimmung, Fokus, Lernaufgabe oder eine kurze spirituelle Orientierung.
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Drei-Karten-Legung
Sehr beliebt für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder Situation, Herausforderung und Rat. Sie ist übersichtlich und dennoch aussagekräftig.
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Entscheidungslegung
Hilft bei zwei Wegen, Alternativen oder inneren Konflikten. Sie zeigt Chancen, Risiken, innere Haltung und mögliche Konsequenzen.
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Beziehungskreuz
Betrachtet zwei Personen, ihre Gefühle, Gedanken, Erwartungen und die gemeinsame Dynamik. Besonders geeignet für Liebe und Partnerschaft.
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Keltisches Kreuz
Ein tiefes Legesystem mit zehn Karten. Es eignet sich für komplexe Fragen, da es bewusste und unbewusste Einflüsse, Umfeld und Entwicklung einbezieht.
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Hufeisenlegung
Zeigt Entwicklungslinien, Einflüsse, Hindernisse und Rat. Sie wird gerne genutzt, wenn eine Situation Schritt für Schritt verstanden werden soll.
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Monatslegung
Gibt einen Überblick über Themen, Chancen, Herausforderungen und Lernaufgaben eines Monats.
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Jahreslegung
Zwölf Karten stehen oft für zwölf Monate. Sie dient als spirituelle Jahresvorschau und zeigt wichtige Themen des kommenden Zyklus.
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Tarot in Liebe und Partnerschaft
Tarot wird besonders häufig bei Liebesfragen genutzt. Viele Ratsuchende möchten wissen, wie ein Mensch fühlt, warum eine Verbindung schwierig ist, ob eine Beziehung Zukunft hat oder wie sich eine Trennung entwickeln kann. Tarot kann dabei helfen, emotionale Muster sichtbar zu machen und eine Beziehung nicht nur von außen, sondern auch auf seelischer Ebene zu betrachten.
In einer Liebeslegung können die Karten Hinweise auf Nähe, Distanz, Sehnsucht, Angst, Vertrauen, unausgesprochene Erwartungen oder alte Verletzungen geben. Wichtig ist jedoch, dass Tarot nicht zur Kontrolle eines anderen Menschen genutzt werden sollte. Eine seriöse Deutung stärkt die eigene Klarheit und hilft, bewusster mit der Situation umzugehen.
Typische Fragen sind: „Welche Dynamik zeigt sich zwischen uns?“, „Was blockiert unsere Verbindung?“, „Was darf ich über meine Gefühle erkennen?“, „Welche Entwicklung ist möglich, wenn ich offen bleibe?“ oder „Was ist jetzt der liebevollste nächste Schritt?“
Tarot in Beruf, Geld und Entscheidungen
Auch berufliche Fragen lassen sich gut mit Tarot betrachten. Es kann um Jobwechsel, Bewerbung, Selbstständigkeit, Konflikte im Team, finanzielle Stabilität oder die eigene Berufung gehen. Tarot zeigt hier weniger konkrete Zahlen oder Garantien, sondern vor allem innere Haltung, Chancen, Hindernisse und mögliche Entwicklungslinien.
Bei Entscheidungen kann Tarot helfen, zwei Wege miteinander zu vergleichen. Welche Energie hat Weg A? Welche Herausforderung bringt Weg B? Was spricht für Veränderung? Was spricht für Geduld? Dadurch entsteht ein klareres Bild, ohne dass die eigene Verantwortung abgegeben wird.
Gerade bei Geld- und Rechtsfragen bleibt wichtig: Tarot ersetzt keine professionelle Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung. Es kann aber zeigen, wo Unsicherheit, Mut, Blockade oder Veränderungsbereitschaft liegen.
Tarot lernen: so gelingt der Einstieg
Tarot zu lernen bedeutet nicht, 78 Karten auswendig herunterzubeten. Natürlich sind Grundbedeutungen wichtig, doch echte Deutung entsteht aus Verbindung: Karte, Frage, Position, Intuition und Erfahrung. Anfänger beginnen am besten mit einem klar bebilderten Deck, zum Beispiel einem Rider-Waite-Smith-orientierten Tarot.
Hilfreich ist ein Tarot-Tagebuch. Wer täglich oder wöchentlich eine Karte zieht und notiert, welche Stimmung, Ereignisse oder Gedanken damit verbunden waren, entwickelt nach und nach ein eigenes Gefühl für die Karten. Auch das Betrachten der Bilder ist wichtig: Welche Figur ist zu sehen? Wohin schaut sie? Welche Farben dominieren? Welche Symbole fallen auf?
Anfänger sollten mit kleinen Legungen starten. Eine Tageskarte, eine Drei-Karten-Legung oder eine einfache Entscheidungslegung sind besser geeignet als große Systeme mit vielen Karten. Mit der Zeit entsteht ein sicherer Umgang mit Kombinationen, Umkehrungen, Hofkarten und wiederkehrenden Themen.
Typische Fehler beim Tarot
Ein häufiger Fehler ist, zu oft zur gleichen Frage zu legen. Wer aus Angst immer wieder dieselbe Situation befragt, wird eher unsicherer als klarer. Auch Angstfragen, Kontrollfragen oder absolute Zukunftserwartungen können belasten. Tarot sollte Orientierung geben, nicht Druck erzeugen.
Ebenso wichtig ist ein realistischer Umgang mit schwierigen Karten. Karten wie Der Tod, Der Turm oder Der Teufel sind nicht automatisch „schlecht“. Sie zeigen oft Wandlung, Befreiung, Schattenarbeit oder notwendige Ehrlichkeit. Gerade herausfordernde Karten können wertvolle Hinweise geben.
Bekannte Tarotarten und Tarotdecks
Es gibt verschiedene Tarottraditionen. Das Rider-Waite-Smith-Tarot ist besonders beliebt, weil seine Bilder klar erzählen und viele Bücher, Kurse und Deutungen darauf aufbauen. Das Marseille-Tarot wirkt historischer und reduzierter, besonders bei den Zahlenkarten. Das Thoth-Tarot von Crowley und Harris ist symbolisch sehr komplex und spricht Menschen an, die sich intensiv mit Esoterik, Astrologie und Kabbala beschäftigen möchten.
Daneben gibt es moderne Decks mit psychologischer, spiritueller, feministischer, naturverbundener oder künstlerischer Ausrichtung. Wichtig ist, dass das Deck zur eigenen Wahrnehmung passt. Wer mit den Bildern nichts anfangen kann, wird schwerer Zugang zur Deutung finden. Für Anfänger ist meist ein Deck hilfreich, dessen Kartenbilder konkrete Szenen zeigen.
Tarot unterscheidet sich von anderen Kartensystemen. Zigeunerkarten, Symbolkarten oder Engelkarten haben jeweils eigene Bildsprachen und Deutungslogiken. Tarot bleibt jedoch durch die Verbindung aus Großer Arkana, Kleiner Arkana, Zahlen, Farben und Hofkarten besonders umfassend.
Seriöse Tarot-Beratung erkennen
Seriöse Tarot-Beratung arbeitet respektvoll, klar und verantwortungsvoll. Sie macht keine Angst, verspricht keine garantierten Ergebnisse und nutzt die Unsicherheit eines Ratsuchenden nicht aus. Gute Tarotberater erklären, dass Karten Tendenzen und Dynamiken zeigen, aber keine unveränderliche Zukunft festlegen.
Wichtig ist auch die Abgrenzung zu medizinischen, juristischen und finanziellen Fachfragen. Tarot kann seelische Orientierung geben, ersetzt aber keine Ärztin, keinen Anwalt und keine Finanzberatung. Eine gute Beratung stärkt die eigene Entscheidungsfähigkeit, statt Abhängigkeit zu erzeugen.
Ein gutes Zeichen ist, wenn die Deutung nachvollziehbar erklärt wird. Die Karten sollten nicht geheimnisvoll als absolute Wahrheit präsentiert werden, sondern als symbolischer Spiegel, der gemeinsam betrachtet wird.
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